Leistenbruch
Was ist ein Leistenbruch?
Ein Leistenbruch ist ein Eingeweidebruch (fachsprachlich „Hernie") im Bereich des Leistenkanals. Er tritt bei Männern neunmal häufiger auf als bei Frauen. Die Behandlung erfolgt ausschließlich chirurgisch und sollte rechtzeitig erfolgen, weil die Gefahr einer Einklemmung und damit das Absterben von Darmteilen droht, welche lebensgefährlich werden kann. Nach Lokalisation der Bruchpforte unterscheidet man direkte und indirekte Leistenbrüche, was aber für die Operation keinen Unterschied macht.
Wie erkenne ich, dass ich einen Leistenbruch habe?
Sie fühlen ein Ziehen in der Leiste, besonders beim Husten oder bestimmten Bewegungen. Oft tritt eine Vorwölbung in der Leistengegend auf.
Warum kommt es zu einem Leistenbruch?
Neben einer Veranlagung im Sinne einer Bauchwandschwäche oder zu weitem Leistenkanal kann eine Erhöhung des Bauchinnendrucks (körperliche Schwerarbeit, Husten, starkes Pressen bei chronischer Verstopfung) einen Leistenbruch auslösen.
Kann man einen Leistenbruch auch mit der
Schlüssellochchirurgie operieren?
Ja! Wir versuchen bei möglichst vielen Patienten dieses Verfahren anzuwenden, da die Schmerzen nach der Operation wesentlich geringer sind.
- Über eine Bauchspiegelung wird das Bauchfell von innen aufgeschnitten, um alle Strukturen sichtbar zu machen und frei zu legen.
- Die Bauchdecke wird dann mit einem Netz verstärkt. Anschließend wird das Bauchfell wieder vernäht.
- Nach der Operation erinnern nur noch drei kleine Narben an den Eingriff.
- Nach der Operation sollten die Patienten 4-6 Wochen nicht schwer heben und sich körperlich etwas schonen.
Autorin: cand. med. Annika Wallisch
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Chefarzt Dr. med. Hans-Jürgen Hain Facharzt für Chirurgie und Visceralchirurgie
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