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20.01.2012 / Patienteninformation zu Brustimplantaten

 

Kein Einsatz fehlerhafter Brustimplantate in der Klinik für Plastische Chirurgie/Gesichtschirurgie und der Sektion Plastische Gynäkologie


Seit Dezember 2011 werden Patientinnen zunehmend durch Medienberichte über fehlerhafte Brustimplantate beunruhigt. Die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg legen Wert auf die Feststellung, dass sie nach bisherigem Kenntnisstand in keiner der beiden Abteilungen, Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie/Gesichtschirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Dr. med. dent. Mostafa Ghahremani T. sowie der Sektion Plastische Gynäkologie unter der Leitung von Oberarzt Prof. Dr. med. habil. Ralf-Thomas Michel, Brustimplantate des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) verwendet haben. Dies bezieht sich ebenfalls auf Produkte des niederländischen Herstellers Rofil, der PIP-Implantate unter seinem Namen verkauft hatte.

 

„Wir sind uns jedoch unserer Verantwortung als Ärzte bewusst und sind selbstverständlich bereit, in dieser besonderen Situation unseren Anteil zur Lösung des Problems beizutragen“, erklärt Chefarzt Dr. med. Dr. med. dent. Mostafa Ghahremani T.

Er hält die Entfernung der PIP-Implantate für ratsam. Auch Prof. Dr. med. habil. Ralf-Thomas Michel, Sektionsleiter der Plastischen Gynäkologie an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, hat die fraglichen Implantate während seiner Tätigkeit zu keiner Zeit verwendet und rät Betroffenen im Hinblick auf das erhebliche gesundheitliche Risiko zu deren vorsorglichem Austausch.

 

Grund für die wachsende Besorgnis: Die Brustimplantate des französischen Herstellers PIP sind mit billigem Industriesilikon gefüllt, das eine flüssigere Konsistenz hat. Dadurch dringt es leichter durch die Hülle und macht diese brüchig. Im Zusammenhang mit diesem „Ausschwitzen“ des Silikons kann es zu Entzündungen, Reizungen und Verdickungen der Lymphknoten kommen. In Frankreich, wo an die 30 000 Frauen PIP-Implantate erhalten haben, wurden auch Krebserkrankungen beschrieben, deren Zusammenhang mit den fehlerhaften Implantaten jedoch noch nicht gesichert ist. In Deutschland wird die Zahl der betroffenen Frauen auf mehrere Tausend geschätzt – darunter sind bisher 25 Fälle, in denen mindestens ein Implantat gerissen ist.

 

Bei 20-25 Prozent der Frauen wurden die Implantate aus medizinischen Gründen eingesetzt – etwa zum Brustaufbau im Rahmen einer Krebserkrankung. In diesen Fällen tragen die Krankenkassen die vollen Kosten einer Entfernung. Anders sieht es bei medizinisch nicht indizierten ästhetischen Operationen aus – hier sollen die Versicherten laut Krankenkassen „in angemessener Höhe“ an den Kosten beteiligt werden.

 

Patientinnen, die sich beraten lassen möchten, können sich sowohl an die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe als auch an die Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie/Gesichtschirurgie wenden.

 

Sekretariat der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Frau Melitta Schütz-Herrmann

Frau Siegrid Lutz

Telefon 0 60 78/79 – 2601

 

Sekretariat der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie/Gesichtschirurgie

Frau Sigrid Erzmann-Stahr

Telefon 0 60 78 / 79 – 2551

 

 

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