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06.05.2011 / Langjähriger Pflegedienstleiter Herr Peter Kaufmann geht in den Ruhestand

 

Kein Zapfenstreich, keine Lobhudeleien – so würde der Mann mit der sanften Stimme und dem kräftigen Händedruck, für den die Arbeit an der Sache immer wichtiger war als die Selbstinszenierung, sich seinen Abschied aus den Kreiskliniken vorstellen.


Fast 32 Jahre lang hat der gebürtige Groß-Umstädter, nach umfassender Aus- und Weiterbildung an der Frankfurter Uniklinik, den Pflegebereich an den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg geleitet. 1982 wurde er Mitglied der Betriebsleitung und im Jahr 2001 Geschäftsführer der Krankenpflegeschule.
Im Jahr 2001 hat die Kreisklinik Groß-Umstadt und das St. Rochus-Krankenhaus in Dieburg ihre Krankenpflegeschulen in eine Krankenpflegeschule GmbH ausgegliedert. Peter Kaufmann hat die Geschäftsführung übernommen und wird diese noch bis zum 30.06.diesen Jahres weiterführen.
Viel hat sich verändert seit dieser Zeit: „Die Pflege muss immer mehr Arbeit in immer kürzerer Zeit bewältigen", sagt er.
Die permanente Anpassung an die Erfordernisse eines modernen Krankenhauses nennt der scheidende Pflegedienstleiter für Groß-Umstadt und Jugenheim denn auch als eine der großen Herausforderungen seiner Tätigkeit.


„Für all das mussten die baulichen Strukturen und die entsprechenden personellen und organisatorischen Prozesse geschaffen werden", erzählt er rückblickend. „Es wurde eigentlich immer gebaut."
Ein Krankenhaus ist ein moderner Wirtschaftsbetrieb in dem ständig geänderte Rahmenbedingungen, der medizinische Fortschritt und die geänderte Anspruchshaltung der Patienten die Notwendigkeit einer permanenten Anpassung an diese Bedürfnisse erfordern.
Gerade für den Pflege- und Funktionsdienst, der in allen Bereichen des Krankenhauses vertreten ist, benötigt man fachlich hoch qualifiziertes, motiviertes und freundliches Personal. Die Personalentwicklung sowie die Aus- Fort- und Weiterbildung des Pflege- und Funktionsdienstes war eines der Hauptanliegen des scheidenden Pflegedienstleiters.


Für den Wandel von 1980 bis heute mussten die baulichen und die prozessualen Veränderungen permanent angepasst und verändert werden.
Heute ist er stolz darauf, zu 99 Prozent ausgebildetes Personal zu beschäftigen: „Wichtigstes Ziel für mich war immer die Förderung von Mitarbeitern." Und er zählt auf: "Auf der Intensivstation zum Beispiel hat die Hälfte der Mitarbeiter eine zusätzliche Fachweiterbildung, im OP sind es ca. 40 Prozent und in der Anästhesie gar 100 Prozent der Mitarbeiter, die eine fachliche Zusatzausbildung vorweisen können."

In den letzten Jahren hat er zusätzlich zu seinen sonstigen Aufgaben die zahlreichen Neu- und Umbauten in der Kreisklinik Groß-Umstadt einschließlich des Neubaus der Psychiatrie betreut und an der Umstrukturierung der Verwaltung mitgearbeitet. Wenn man hier das Ergebnis sieht, haben sich die zahllosen 60-Stunden-Wochen der letzten drei Jahre gelohnt.


„Positiv für die Klinik sind vor allem die steigenden Fallzahlen", erklärt er stolz. „In etwa zwei Jahren werden wir schwarze Zahlen schreiben."
Und so geht er in dem guten Gefühl, seinem Nachfolger Robert Schweihofer ein völlig intaktes Haus zu übergeben.

Auch wenn Peter Kaufmann sich in Zukunft verstärkt der Familie und seinen sportlichen Hobbys Fahrradfahren, Skilaufen und Tennisspielen widmen wird - es gibt eine Sache, die er vermissen wird: „Was ich hier in den letzten Jahren toll finde, ist die Zusammenarbeit auf Stations- und auf Krankenhausleitungsebene.


Auch in Landrat Klaus Peter Schellhaas haben wir jemanden gefunden, der sich intensiv um die Kreiskliniken kümmert. Ich kenne kein Haus, in dem sich ein ähnlich guter Umgang miteinander entwickelt hat - das werde ich vermissen."

 

 

 

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