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31.03.2011 / Weitere innovative Therapie: Erste Nierenarterienablation in der Kreisklinik Groß-Umstadt

 

Bluthochdruck tut nicht weh, zerstört aber auf lange Sicht Organe. Anfang März wurde in der Kreisklink Groß-Umstadt erstmals eine Nierenarterienverödung durchgeführt. Durch dieses neuartige Verfahren können Patienten mit Bluthochdruck die Einnahme von Medikamenten deutlich verringern oder ganz darauf verzichten.


 

Bluthochdruck zählt zu den häufigsten Krankheiten und betrifft etwa ein Fünftel bis ein Viertel der Bevölkerung. Der überhöhte Blutdruck schädigt ohne Behandlung nicht nur das Herz und das Gefäßsystem, sondern hinterlässt auch andere schwerwiegende Organläsionen. Folgeschäden wie koronare Herzkrankheit, Nierenversagen und Schlaganfall sind für einen großen Teil der Todesfälle in den Industrieländern verantwortlich.

 

Erst kürzlich wurde an der Klinik für Innere Medizin II (Kardiologie) die Nierenarterienablation als neuartiges Verfahren eingeführt und erste Patienten erfolgreich behandelt. Dabei wird unter Lokalanästhesie in der Leiste ein dünner Katheter eingeführt, mit dessen Hilfe Nervenfasern an den Nierenarterien verödet werden. Diese Nervenfasern sind für die Blutdruckregulation mitverantwortlich. Laut Dr. Stanisch, Leitender Oberarzt der Kardiologie an der Kreisklinik, dauert der Eingriff, der sich in Studien als sehr sicher und risikoarm erwiesen hat, etwa 45 Minuten und führt bei 80% der Patienten nach drei bis sechs Monaten zu einer dauerhaften Blutdrucksenkung. In der Folge können Blutdruckmedikamente reduziert oder sogar abgesetzt werden.

 

Die Kreisklinik Groß-Umstadt verfolgt konsequent ihren Weg umfassender Erweiterungen und Verbesserungen im Sinne der Patienten. Sie zählt nun zu den wenigen Kliniken in Deutschland, die diese Behandlung anbieten und ist die einzige Klinik im Raum Darmstadt und in Südhessen.

 

 

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